Conferences
Abbildung: FernUniversität
Der FSP digitale_kultur hat es sich zum Ziel gesetzt, die individuellen Forschungsinteressen der beteiligten Wissenschaftler*innen in einem interdisziplinären Diskurs miteinander zu vermitteln. Hierzu hat der FSP eine Reihe an Veranstaltungsformaten etabliert, die während der ersten Förderperiode spürbar zu einem Zusammenwachsen unterschiedlicher Perspektiven und einer theoretischen Konkretisierung eines gemeinsamen Forschungsdesigns geführt haben.
Neben regelmäßig stattfindenden Lectures, Kolloquien und Workshops, stellen die Jahrestagungen des FSP groß angelegte interdisziplinäre Projekte dar, die unterstützt durch die Koordinator*innen der Forschungsgruppen und die wissenschaftliche Geschäftsführung, durch wechselnde Mitglieder des FSP’s organisiert und ausgerichtet werden.
DIGITALE W/ENDEN. DIS/KONTINUITÄTEN DIGITALER KULTUR
- 27. - 28. November 2025
- Dortmunder U | FernUniversität in Hagen
Wird dem Wort ‚ENDE‘ ein unscheinbares ‚W‘ vorangestellt, kehrt sich die Bedeutung zwar nicht in ihr Gegenteil, jedoch ändert sich die Dynamik der Denkfigur drastisch: Die starre Abgeschlossenheit des ENDES verliert ihre Substanz, stattdessen offenbart sich die Prozessualität der WENDE, die einer vermeintlichen Finalität Zukunftshorizonte entgegensetzt. Mit einem ebensolchen Eingriff wird ein Spannungsverhältnis eröffnet, in das die Jahrestagung des FSP digitale_kultur DIGITALE W/ENDEN. DIS/KONTINUITÄTEN DIGITALER KULTUR interveniert.
Tausend Plattformen: Plattformforschung nach dem Digital Services Act
- 07. - 08. November 2024
- Campus-Standort Berlin
Mit dem Digital Services Act sind im Februar dieses Jahres nun nicht nur die destruktiven Potenziale ihrer gesellschaftspolitischen Relevanz erstmals umfänglich juridisch anerkannt worden, sondern Plattformen sind nun auch erstmals dazu verpflichtet sich der wissenschaftlichen Forschung zu öffnen.
Wir möchten dies zum Anlass nehmen, uns den Plattformen noch einmal aus den sich nun eröffnenden neuen Perspektiven zuzuwenden. Dazu nehmen wir aktuelle Transformationsdynamiken mit Blick auf Begriffe, methodische Perspektiven der Plattformforschung sowie auch konkrete Phänomenbereiche im Feld der Regulierung, sozialen Praxis und Politisierung von Plattformen in den Fokus der fünften Jahrestagung des FSP digitale_kultur.
Digital Hermeneutics II: Sources, Analysis, Interpretation, Annotation, Curation
- 23. - 24. November 2023
- Campus-Standort Frankfurt am Main
Without digital support systems, it will no longer be possible to index, find, annotate, and curate the ever-growing number of digitally available resources for research data. Digital systems are also already in use for analyzing, indexing, enriching, and annotating multimedia data. But what about systems that support the analysis, annotation, and interpretation of digital research data – thus: representation of hermeneutic methods – and their results as well as supporting machine learning, reasoning, and finally automating the documentation of annotation, interpretation, and understanding?
In an exchange between humanities scholars and computer scientists, we want to explore the possibilities and limits of the vision of digitally supported hermeneutics circling around the following questions.
Digitale Hermeneutik: Maschinen, Verfahren, Sinn
- 29. Juni - 1. Juli 2022
- FernUniversität in Hagen
Foto: Grafiken und Animationen basieren auf der Fotografie: „Portrait multiple de Marcel Duchamp“, 21 June 1917, New York City, Unidentified photographer. Siehe: National Portrait Gallery. Die Quelldatei ist gemeinfrei.
Heute ist Hermeneutik vielfältig herausgefordert. Traute man anfänglich nur den Göttern zu, das Wetter vorherzusagen, erledigen das jetzt beachtlich zielgenau Computer. Um es mit den Worten von Hannes Bajohr zu sagen: »Das Unding ist das Digitale. [...] Bereits das Wort ›Wort‹ ist eine Ebene tiefer, hexadezimal, als 576F7274 codiert und wieder darunter, binär, als 01010111 01101111 01110010 01110100«. Von einem Zeitalter der Digitalisierung ist die Rede und nicht allein Dichter schulen auf Programmierer um. Auch die Geistes- und Kulturwissenschaften siedeln längst nicht mehr allein im Raum von bibliotheken, sondern sie gebrauchen und entwickeln selbst Algorithmen, verdaten jenen Sinn, über den sie nicht mehr allein die Deutungshoheit beanspruchen können.
Die Jahrestagung des Forschungsschwerpunkts digitale_kultur fragte transdisziplinär nach jenen Herausforderungen, die sich dem Verstehen, dem Sinn, kurzum der Hermeneutik stellen, wenn Algorithmen, Programme, Maschinen und andere technische Verfahren an ihm mitarbeiten.
On Humans and Machines. Mensch-Maschine-Interaktionen
- 3. - 5. März 2021
- Online
Die Tagung betrachtete qualitative Neuerungen gegenwärtiger Mensch-Maschine-Interaktionen aus einer interdisziplinären Perspektive. Dabei kamen sowohl philosophische, kultur-, sozial- und bildungswissenschaftliche Ansätze als auch Perspektiven der Technikentwickler*innen zur Sprache. Der Fokus lag auf der Frage nach den sozialen und kulturellen Implikationen neuer MMI. Den Ausgangspunkt bilden dabei aktuelle Diskussionen um die Grenzen und Potentiale des Informationsparadigmas. Angesichts aktueller Technologieentwicklungen stand zur Debatte, ob sich neue Formen der MMI noch erschöpfend durch dieses Paradigma beschreiben lassen oder ob es alternativer Beschreibungsmodi bedarf. Alternative Ansatzpunkte bildeten dabei Positionen aus der Postphänomenologie, den Critical Code Studies oder der Infrastrukturenforschung. In wie weit eignen sich diese Theorielinien, um neueste Entwicklungen im Bereich der Mensch-Technik-Relation theoretisch zu begreifen? Und wie können derartige Ansätze neue Formate empirischer Forschung im Bereich digitaler Methoden informieren und vice versa?
digitale_kultur. Weltverhältnisse im Wandel
- 18. - 19. Februar 2019
- FernUniversität in Hagen
Die Kulturen und die Gesellschaften der Gegenwart haben ihr digitales Zeitalter betreten. Den damit einhergehenden Wandel, haben sie eben erst zu begreifen begonnen. Mit dem Ausdruck „digitale Kultur“ wird dabei die Beobachtung verbunden, dass diese technologiegetriebenen Innovationen weitreichende Konsequenzen haben. Solche Konsequenzen betreffen die Subjekte auch dort, wo sie nicht (direkt) mit technischen Artefakten umgehen, weil es sich um einen Wandel der Kultur selbst handelt. Dabei sind Ausmaß, Dramatik und Reichweite des Umbruchs noch nicht transparent. Hier können Kultur- und Sozialwissenschaften gemeinsam mit der Informatik dazu beitragen, lesbar und handhabbar zu machen, was erst in Ansätzen erkennbar ist. Sie sind daher gefordert, den Wandel, den die digitalen Kulturen und Gesellschaften mit sich bringen, zu sichten, zu reflektieren, wissenschaftlich zu erschließen und kritisch zu begleiten. Als Wissenschaften sind sie jedoch selbst jenem Wandel unterworfen und ihre Gegenstände und Methoden verändern sich. Dies wird unter den Begriff der digital humanities gefasst.