Projekt Content Production: Die Zukunft digitaler Lehrmaterialien gestalten

austauschveranstaltung-content-production Foto: FernUniversität
Rektor Prof. Stefan Stürmer stellte das Projekt Content Production vor.

Wie sollen digitale Lehrmaterialien an der FernUniversität künftig entstehen, gepflegt und weiterentwickelt werden? Wie können Lehrende bei der Erstellung bestmöglich unterstützt werden? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Projekt Content Production. Bei einer ersten Austauschveranstaltung am 21. Juli hatten Lehrende die Gelegenheit, sich über das Vorhaben zu informieren, Fragen zu stellen und Anregungen einzubringen.

Ziele des Projekts

Der Grund für das Projekt liegt auf der Hand: Der klassische gedruckte Studienbrief hat ausgedient. Zum Wintersemester 2026/27 stellen alle Fakultäten ihre Studienmaterialien ausschließlich digital bereit. Gleichzeitig sind Themen wie Barrierefreiheit, Datenschutz und IT-Sicherheit heute relevanter denn je.

„Unser Leitbild ist dabei klar: Wir möchten die führende digitale Universität sein“, betont Rektor Prof. Dr. Stefan Stürmer. Daher hat das Rektorat das Projekt Content Production in Auftrag gegeben. Angesiedelt ist es im Zentrum für Lernen und Innovation (ZLI), geleitet wird es von Dr. Annabell Bils und Axel Nattland. Das Projektteam besteht aus Vertreter:innen des Rektorats, der Fakultäten, des ZLI und des ZDI sowie des Dezernats 5.

„Formate wie Videos, Audioinhalte, interaktive Elemente und perspektivisch ki-gestützte Anwendungen bilden heute neben klassischen Texten die Basis digitaler Lehrmaterialien“, erklärt Axel Nattland. Ziel ist es, Lehrende künftig bestmöglich bei der Erstellung und Pflege ihrer digitalen Materialien zu unterstützen. Dafür sollen unter anderem Abläufe für unterschiedliche Materialformen beschrieben, eine zentrale Unterstützungseinheit im ZLI aufgebaut und die Lernplattform Moodle weiterentwickelt werden.

Von den Ergebnissen sollen alle Beteiligten profitieren: Lehrende durch Unterstützungsangebote und klar definierte Ansprechwege, Studierende durch einheitlichere Lernumgebungen und vielfältige digitale Lehrmaterialien sowie die FernUniversität insgesamt durch eine langfristig tragfähige Organisation der digitalen Lehrmittelbereitstellung.

Was das Projekt nicht leisten soll

„Die Fakultäten bleiben dabei wichtige Treiber von Innovationen. Wir wollen erfolgreiche Lösungen transferieren und deren dauerhafte Nutzbarkeit sicherstellen“, betonte Rektor Stürmer bei der Austauschveranstaltung.

Gleichzeitig sind die Grenzen des Projekts klar definiert: Die fachliche Verantwortung und Autorenschaft für Lehrmaterialien verbleiben bei den Lehrenden. Content Production macht keine Vorgaben zu fachlichen Inhalten und bewertet keine Lehrangebote.

Drei Phasen bis 2029

Der Projektzeitraum ist in drei Phasen gegliedert. Bis Frühjahr 2027 werden zunächst die konzeptionellen Grundlagen erarbeitet. In der anschließenden Pilotierungsphase sollen erste Ansätze in realen Lehrkontexten erprobt und weiterentwickelt werden. Die dritte Phase läuft bis Frühjahr 2029 und sieht schließlich die schrittweise Ausweitung und Verankerung der Ergebnisse im Regelbetrieb vor.

Austausch und Mitarbeit ausdrücklich erwünscht

Während der gesamten Projektlaufzeit sollen regelmäßige Austauschformate mit Lehrenden, Studierenden und zentralen Einrichtungen stattfinden. Bereits die erste Informationsveranstaltung machte deutlich, dass viele Lehrende die weitere Entwicklung aktiv begleiten möchten.

„Uns ist wichtig, mit allen Beteiligten im Gespräch zu bleiben und unterschiedliche Perspektiven frühzeitig aufzunehmen“, freut sich Dr. Annabell Bils über die zahlreichen Rückmeldungen während der Veranstaltung. „Bei Fragen oder Anregungen können Sie sich gerne per Mail bei Axel Nattland oder mir melden. Außerdem können sich auch gerne alle an uns wenden, die Interesse haben, an dem Projekt mitzuwirken.“

23. Juli 2026 | von Carina Grewe | Rubrik: Forschung und Lehre

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