100 Sitzungen für mehr Chancengleichheit und Geschlechtergleichstellung
Foto: FernUniversität
Ein Meilenstein für die Gleichstellung an der FernUniversität: Die Gleichstellungskommission hat ihre 100. Sitzung abgehalten. Seit vielen Jahren begleitet das Gremium zentrale Themen rund um Gleichstellung, Chancengerechtigkeit und faire Arbeitsbedingungen an der Hochschule.
Ein wichtiges Ergebnis der vergangenen Amtszeit ist die Richtlinie zum Schutz vor Diskriminierung und sexueller Gewalt für Beschäftigte und Studierende. Sie soll dazu beitragen, Mobbing, Diskriminierung und Benachteiligung vorzubeugen – und gleichzeitig ein klares Zeichen für Respekt, Wertschätzung und Toleranz an der FernUni setzen. „Der Weg dorthin war lang. Wir haben intensiv über die Richtlinie diskutiert“, berichtet Dorothee Schulze. Die Studienberaterin engagiert sich bereits seit zehn Jahren in der Gleichstellungskommission. Dass nun die 100. Sitzung erreicht wurde, sei ein besonderer Moment. Auch Rektor Prof. Stefan Stürmer, Vorsitzender der Kommission, betont den hohen Stellenwert: „Die Arbeit der Kommission bleibt auch in Zukunft sehr wichtig.“
Die Gleichstellungskommission unterstützt die FernUniversität bei der Umsetzung ihres Gleichstellungsauftrags. „Die Mitglieder beraten die Hochschule und unsere Gleichstellungsbeauftragte Lisa Pingel bei zentralen Fragen der Gleichstellung“, erklärt Dr. Sarah Oberkrome, die die Kommission des Senats betreut.
Foto: Hardy Welsch
Ich kann Entwicklungen begleiten, aktiv mitwirken – und nehme viele neue Perspektiven für meine Arbeit in der studienberatung mit.
Dorothee Schulze
Mehr Frauen in der Wissenschaft
Viermal im Jahr trifft sich das Gremium, um über aktuelle Themen zu beraten. Dazu gehören etwa das Leitbild Chancengerechtigkeit der Hochschule, die Vergabe von Fördermitteln und Stipendien oder strategische Maßnahmen zur Förderung von Geschlechtergleichstellung. Zuletzt stand besonders das Projekt „Aktives Rekrutieren“ im Fokus. Ziel ist es, den Frauenanteil in der Wissenschaft an der FernUniversität nachhaltig zu erhöhen – insbesondere den Anteil von Professorinnen. „Ich verfolge seit Jahren mit Interesse den Genderreport“, sagt Dorothee Schulze. Gerade in den Fakultäten Mathematik und Informatik, Wirtschaftswissenschaft sowie in der Rechtswissenschaftlichen Fakultät bleibe die akademische Förderung von Frauen ein wichtiges Thema. Auch in Berufungsverfahren sollen Gleichstellungsaspekte künftig noch stärker berücksichtigt werden. Dabei hilft ein Leitfaden, der entsprechende Empfehlungen für Berufungskommissionen zusammenfasst.
Neue Amtszeit im Frühjahr
Mit der 100. Sitzung endet zugleich die aktuelle Amtszeit der Gleichstellungskommission. Im Frühjahr wird der Senat die Mitglieder des Gremiums neu wählen. Dorothee Schulze möchte ihr Engagement gerne fortsetzen. „Die Arbeit erweitert den eigenen Blickwinkel“, sagt sie. „Ich kann Entwicklungen begleiten, aktiv mitwirken – und nehme viele neue Perspektiven für meine Arbeit in der studienberatung mit.“
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- Leitfaden zur Berücksichtigung der Gleichstellung in Berufungsverfahren | mehr