Projektstart für das Lifelong Learning Center: FernUniversität bündelt Aktivitäten für das lebenslange Lernen

LLLC Foto: Jakob Studnar
Das LLLC soll Studierende über den gesamten Student Life Cycle hinweg begleiten.

Das Rektorat der FernUniversität in Hagen hat in seiner Sitzung am 16. Juni 2026 den Start des Projekts zum Aufbau eines Lifelong Learning Center (LLLC) beschlossen. Mit dem LLLC entsteht bis Anfang 2027 eine neue zentrale Einheit, die wesentliche Angebote rund um lebenslanges Lernen, Studienorientierung, Beratung und Studierendenbindung zusammenführt. Ziel ist es, die FernUniversität strategisch auf veränderte Bildungsbiografien, neue Qualifizierungsbedarfe und die Anforderungen des Arbeitsmarkts auszurichten.

Das Projekt ist Teil des übergreifenden Transformationsprozesses unter dem Motto „FernUni im Wandel“. „Die FernUniversität ist seit 50 Jahren die führende Universität in Deutschland für das lebenslange Lernen. Mit dem Lifelong Learning Center schaffen wir Strukturen, um diesem Anspruch künftig noch gezielter gerecht zu werden und unsere Angebote entlang der gesamten Bildungsbiografie weiterzuentwickeln“, sagt Rektor Prof. Dr. Stefan Stürmer.

Kick-off mit den beteiligten Bereichen am 16. Juli

Der offizielle Projektauftakt mit den Mitarbeitenden der Bereiche, die künftig im LLLC zusammengeführt werden sollen, findet am 16. Juli 2026 statt. Dabei informieren Hochschulleitung und Projektleitungsteam über Ziele, Arbeitsweise und Zeitplanung des Projekts und stellen den Mitarbeitenden vor, wie sie am Projekt mitwirken können.

Drei Teilprojekte unter gemeinsamer Gesamtkoordination

Die Gesamtkoordination des Projekts liegt bei Dr. André Biederbeck. Das Vorhaben gliedert sich in drei Teilprojekte:

  • Microcredentials und Kompetenzentwicklung Lernen – Leitung: Dr. André Biederbeck
  • Welcome Center und Studienberatung – Leitung: Dr. Stephanie Steden
  • Neukonzeption der dezentralen Betreuung und Weiterentwicklung der Campusstandorte – Leitung: Georg Teichert

„Das LLLC verbindet Beratung, Betreuung und kürzere Studienformate erstmals in einem integrierten Gesamtkonzept. Dadurch schaffen wir die Voraussetzungen, unsere Zielgruppen noch gezielter und flexibler anzusprechen, neue Zielgruppen für die FernUniversität zu erschließen und Studierende über den gesamten Student Life Cycle hinweg zu begleiten“, erklärt Dr. André Biederbeck.

Flexible Lernangebote und ganzheitliche Begleitung

Im LLLC werden künftig verschiedene Aufgaben gebündelt: die Entwicklung und Vermarktung modularer Studienangebote unterhalb der Studiengangsebene, ein Welcome Center für Studieninteressierte und Studierende mit systematischem Onboarding, eine integrierte Studienberatung entlang des Student Life Cycle, Services für Studierende mit besonderen Bedarfen (Chancengerechtigkeit) sowie Maßnahmen zur Studierendenbindung.

Damit nimmt die FernUniversität bundesweit eine Vorreiterrolle ein: Während viele Hochschulen lebenslanges Lernen als bloße Zusatzaufgabe neben dem klassischen Vollzeitstudium verstehen, schafft die FernUniversität mit dem LLLC eine bisher einzigartige organisatorische Struktur, die Lehrangebot, Beratung und Betreuung systematisch unter einem Dach zusammenführt.

Erste Microcredentials ab Sommersemester 2027

Ein Schwerpunkt des LLLC-Projekts in den kommenden Monaten liegt auf der Entwicklung des künftigen Microcredential-Programms. Microcredentials, Microdegrees und perspektivisch weitere modulare, kurzformatige Angebote unterhalb der Bachelor-/Master-Ebene sollen einen niedrigschwelligen Einstieg in akademische Bildung ermöglichen. Ein Ausgangspunkt sind die Fachzertifikate, die die Fakultäten bereits seit einigen Semestern anbieten. Die fachliche und inhaltliche Verantwortung für die einzelnen Microcredentials liegt bei den Fakultäten, das LLLC schafft die organisatorischen Rahmenbedingungen und die Infrastruktur für die Angebote. Ein extern besetztes Sounding Board begleitet diesen Prozess.

Organisatorische und personelle Veränderungen

Mit dem Projekt zum Aufbau des LLLC sind auch organisatorische Veränderungen verbunden. So werden die allgemeine Studienberatung, die Angebote der Kompetenzentwicklung (u.a. das heutige studyFIT-Programm) sowie Aufgaben der Campusstandorte künftig neu aufgestellt und schrittweise in eine neue Struktur überführt. Diese Transformation insgesamt wird eng durch die Personalentwicklung begleitet. Im Aufbauprozess werden basierend auf den zukünftigen Aufgaben des LLLC Rollen und Kompetenzprofile gemeinsam erarbeitet. Ziel ist es, den breiten Erfahrungsschatz aller Kolleginnen und Kollegen gewinnbringend einzusetzen.

Mit dem Start des Projekts ist auch eine personelle Veränderung verbunden: Georg Teichert, Leiter des Campusstandorts Leipzig und innerhalb des LLLC-Projekts Leiter des Teilprojekts „Neukonzeption dezentrale Betreuung / Campusstandorte“, übernimmt kommissarisch die Leitung der ZBE Campusstandorte, um eine enge Verzahnung zwischen der Arbeit der Campusstandorte und dem Projekt zu gewährleisten.

Zeitplan bis zum Vollbetrieb

Nach dem Projektstart im Sommer 2026 stehen in den kommenden Monaten die Programmentwicklung für die Microcredentials, die Erarbeitung des Welcome-Center-Konzepts, die Zusammenführung der allgemeinen Studienberatung sowie die Entwicklung der künftigen Rolle der Campusstandorte im Mittelpunkt. Der Start der Einschreibung in die ersten Microcredentials ist für den 1. Dezember 2026 vorgesehen, die neuen Studienangebote selbst starten im Sommersemester 2027.

Organisationsentscheidungen, die auf dem Projekt aufbauen, sollen zum 1. Januar 2027 unter Einbindung der Interessenvertretungen abgeleitet und getroffen werden. Zum Sommersemester 2027 ist der Vollbetrieb des Lifelong Learning Centers geplant.

29. Juni 2026 | von Stephan Düppe | Rubrik: Campus

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