Erstes „Forum Forschung“ wendet sich Promovierenden zu
Foto: FernUniversität
Wissenschaftler:innen verschiedener Karrierestufen und Beschäftigte aus unterschiedlichen wissenschaftsnahen Bereichen waren zum „Forum Forschung“ gekommen. Rektor Prof. Dr. Stefan Stürmer eröffnete den ersten Teil der neuen Reihe. Zum Start des Austausch-Formats ging es um „promotionen an der FernUniversität“ – ein Thema, das an wichtige laufende Diskurse andockt, etwa zur Forschungsqualität, angestrebter Exzellenz, Nachwuchsförderung oder der Realisierung des Hochschulentwicklungsplans 2028. Im Zentrum standen dabei die Ergebnisse einer hochschulweiten Befragung von Promovierenden, die auf Initiative des Rektors gemeinsam von Dr. Jana Darnstädt und Dr. Toni Ihme aus dem Dezernat 1 („Qualität und Evaluation“) umgesetzt und ausgewertet wurde. Prof. Stürmer präsentierte die Ergebnisse und ordnete sie im größeren Kontext für die Teilnehmenden vor Ort und im Stream ein.
Wesentliche Erkenntnisse
Obwohl nicht repräsentativ, machte die Befragung wichtige Punkte deutlich: So bleibt die Individualpromotion zwar das üblichste Modell an der FernUniversität – zugleich äußerten viele der Befragten jedoch den Wunsch nach zusätzlichen strukturierenden Elementen während der promotionsphase. Meist positiv bewertet wurde die Qualität der individuellen Betreuung. Als Herausforderungen benannt wurden hingegen ein Mangel an Struktur, die teils lange Dauer von promotionen sowie die Vereinbarkeit von promotion, Familie und Beruf. Nach der Präsentation der Ergebnisse eröffnete der Rektor die Diskussion – wobei er unterstrich, dass die Verantwortung für erfolgreiche promotionen nicht allein bei den Promovierenden oder den Betreuenden liege, „sondern bei der gesamten Universität“.
Dialog mit der Wissenschaft
Im Folgenden äußerten sich die Anwesenden – darunter auch viele Professor:innen – zu wesentlichen Eckpunkten: So ging es etwa um Möglichkeiten weiterer Strukturierung, die Betreuungskultur und Unterstützungsangebote vonseiten der Hochschule. Auch die teils sehr fordernden Arbeitsbedingungen für Forschende in frühen Karrierephasen und das Potenzial von externen Promovierenden kamen zur Sprache. Prorektor Prof. Dr. Osman Isfen bekräftigte bei allem den Anspruch auf Diversität: „Wir wollen nicht ein Modell für alle schaffen, sondern unterschiedliche Wege zur promotion weiterentwickeln.“ Klar wurde dabei auch: Es braucht ein Modell, das Stabilität für alle Prozessbeteiligten bietet – und dennoch ausreichend Spielraum für die teils sehr unterschiedlichen Fächerkulturen auf dem Campus.
Fakultätsspezifische Auswertungen folgen, die Ergebnisse werden den Fakultäten zugänglich gemacht. Außerdem soll sich die Diskussion zum Thema in weiteren Formaten fortsetzen – nicht zuletzt im „Forum Forschung“, das künftig in regelmäßigem Turnus stattfinden wird.