KI und IT-Sicherheit: Neue Online-Schulungen ab Ende Mai für alle Beschäftigten
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Die FernUniversität möchte ihre besondere Rolle als führende digitale Universität stärken. Dazu gehört der kompetente Umgang mit Künstlicher Intelligenz – genauso wie ein geschärftes Bewusstsein für Themen der Informations- und Cybersicherheit. Vor diesem Hintergrund startet die Hochschule ab diesem Jahr verpflichtende Grundlagenschulungen. Das hat das Rektorat in seiner Sitzung am 14. April 2026 beschlossen. Die Online-Fortbildungen finden zwischen Ende Mai und Ende September 2026 statt und werden als niederschwellige Selbstlernkurse über die Lernplattform moodle angeboten.
Praxisnahes Wissen für den Arbeitsalltag
Die KI-Schulung soll Beschäftigte befähigen, KI-Anwendungen sinnvoll, rechtssicher und reflektiert im Arbeitsalltag einzusetzen. Gleichzeitig werden Skills vermittelt, um Chancen und Grenzen der Technologie kritisch einzuordnen. Die Schulung zur Informationssicherheit setzt den Fokus auf den verantwortungsvollen Umgang mit IT-Systemen und Daten sowie auf das Erkennen und Vermeiden von Risiken.
Erfüllung gesetzlicher Vorgaben
Neben dem fachlichen Mehrwert erfüllt die FernUniversität mit den Schulungen auch verbindliche gesetzliche Vorgaben. So verlangt die EU-KI-Verordnung, dass Beschäftigte über ausreichende KI-Kompetenzen verfügen, wenn sie entsprechende Werkzeuge im Arbeitskontext nutzen. Zudem schreibt die Vereinbarung zur Cybersicherheit NRW eine jährliche Informationssicherheitsschulung für alle Beschäftigten vor.
Überschaubarer Aufwand, flexible Teilnahme
Der zeitliche Aufwand bleibt bewusst überschaubar. Beide Schulungen werden gebündelt angeboten und zentral über moodle organisiert. Der Bearbeitungszeitraum erstreckt sich über vier Monate. Wer bereits über entsprechende Vorkenntnisse verfügt, kann direkt zum Abschlusstest springen. Für die KI-Schulung gelten außerdem Ausnahmeregelungen: Beschäftigte mit einem vergleichbaren externen Zertifikat (nicht älter als zwei Jahre) sowie wissenschaftlich Beschäftigte mit nachgewiesener umfangreicher KI-Expertise können von der Teilnahme befreit werden. Die Informationssicherheitsschulung ist hingegen aus rechtlichen Gründen für alle verpflichtend.
Vorbild für NRW-Hochschullandschaft
Mit dem neuen Schulungskonzept unterstreicht die FernUniversität ihre Vorreiterrolle in Nordrhein-Westfalen. Als erste Hochschule im Land bietet sie in dieser Form maßgeschneiderte KI-Schulungen an – und setzt damit ein klares Zeichen für eine zukunftsorientierte und sichere digitale Arbeitskultur.
Zum Ablauf
Ende Mai erhalten alle Beschäftigten der FernUniversität eine Everyone-E-Mail mit detaillierten Instruktionen zur Durchführung der Schulungen.
Der Login erfolgt mit den persönlichen FernUni-Zugangsdaten per Single-Sign-On auf der Lernplattform moodle. Beschäftigte, die bereits über Vorkenntnisse verfügen, können sich direkt am Abschlusstest versuchen, ohne die Schulungsinhalte durchlaufen zu müssen. Der Abschlusstest kann beliebig oft wiederholt werden und muss für beide Schulungen bis Ende September erfolgreich abgeschlossen werden.
Für die KI-Schulung gelten folgende Ausnahmen: Wer im Zeitraum zwischen Juni 2024 und Ende Mai 2026 an einer vergleichbaren, internen oder externen KI-Schulung teilgenommen hat und ein entsprechendes Zertifikat vorweisen kann, muss nicht an der Schulung teilnehmen, sondern hinterlegt stattdessen das Zertifikat in moodle. Eine Überprüfung und Anerkennung der externen Zertifikate erfolgt Ende September nach Ablauf der Schulungsfrist.
Wissenschaftlich Beschäftigte, die aufgrund ihrer Forschungs- und Lehrtätigkeit bereits über erhebliche Vorkenntnisse zur Künstlichen Intelligenz verfügen, können bei der Dekanin oder dem Dekan ihrer Fakultät einen „Dispens“ beantragen und werden nach erfolgter Zustimmung ebenfalls von der KI-Schulung befreit.