Job-Shadowing: Aitor Fernandez zu Gast an der FernUniversität

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Aitor Fernandez (mi.) stellte seine Arbeit an der UNED in einem Teammeeting des ZLI vor.

Im Rahmen eines Job-Shadowings der Allianz OpenEU war Aitor Fernandez von der spanischen Fernuniversität UNED aus Madrid zu Gast an der FernUniversität. Er arbeitet als Redakteur in der Kommunikationsabteilung mit Schwerpunkt für Radio- und Podcastformate. Ziel seines Besuchs war es, Arbeitsabläufe an der FernUni kennenzulernen, neue Impulse für die Wissenschaftskommunikation zu gewinnen und den Austausch zwischen den Fernuniversitäten zu vertiefen.

„Ich wollte neue Ideen und Motivation finden – und ich habe gesehen, dass hier sehr gute Arbeit gemacht wird. Davon kann ich viel lernen“, beschreibt Fernandez.

Einblicke in zentrale Bereiche

Während seines Aufenthalts lernte Fernandez verschiedene Einrichtungen und Arbeitsbereiche der FernUniversität kennen. Dazu gehörten neben einem Rundgang über den Campus unter anderem Besuche im Zentrum für Digitalisierung und IT (ZDI), im Zentrum für Lernen und Innovation (ZLI), im Hub/ICH, in der Unibibliothek, im Videostudio sowie in der Pressestelle.

Im Austausch mit den jeweiligen Teams ging es vor allem um digitale Lehrformate, Medienproduktion, Serviceangebote für Studierende und strategische Kommunikation. So erhielt Fernandez einen umfassenden Eindruck davon, wie die FernUniversität etwa ihre Angebote entwickelt und ihre Sichtbarkeit nach außen stärkt.

Gemeinsame Herausforderungen

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„Wir bringen mit unseren Programmen die Universität direkt in die Gesellschaft, beschreibt Fernandez.

Im Austausch mit der Pressestelle ging es zudem um die Rolle öffentlicher Fernuniversitäten im Wettbewerb mit privaten Anbietern. Beide Seiten betonten die Bedeutung einer klaren und überzeugenden Kommunikation. Gerade staatliche Fernuniversitäten müssten ihre gesellschaftliche Aufgabe sichtbar machen – insbesondere vor dem Hintergrund begrenzter Marketingbudgets und wachsender Konkurrenz.

Fernandez stellte im Gespräch auch seine Arbeit vor: Er entwickelt Formate, die im spanischen Staatsradio und -fernsehen ausgestrahlt werden – etwa dokumentarische Sendungen zur jüngeren Geschichte Spaniens. Diese richten sich bewusst nicht nur an Studierende, sie richten sich an eine breite Öffentlichkeit. „Wir bringen mit unseren Programmen die Universität direkt in die Gesellschaft“, erklärt er. Dieses Verständnis sieht er als wichtigen Zukunftsansatz für Fernuniversitäten.

Zugleich zeigte sich, dass viele Herausforderungen ähnlich sind: steigende Studierendenzahlen, heterogene Zielgruppen und die wachsende Bedeutung des lebenslangen Lernens. „Immer mehr Menschen verstehen Fernstudium als Werkzeug für lebenslanges Lernen“, beobachtet Fernandez.

FernUniversität bei Radio Hagen zu hören

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Aitor Fernandez (li.) und Prue Goredema waren zu Gast in einer Sendung bei Radio Hagen.

Ein besonderer Programmpunkt war außerdem ein Besuch beim lokalen Sender Radio Hagen. Dort berichtete Fernandez über die spanische Fernuniversität UNED, die – ähnlich wie die FernUniversität in Hagen – die größte Universität ihres Landes ist. Der Austausch findet im Rahmen des europäischen Programms OpenEU statt, das die Zusammenarbeit der Partneruniversitäten stärkt und gemeinsame Projekte ermöglicht.

Dr. Prue Goredema, die Fernandez während der Woche und beim Besuch bei Radio Hagen begleitete, erklärte: „Job-Shadowing fördert einen fruchtbaren Austausch. Meine eigene Reise nach Madrid im Januar hat zu einem laufenden Pilotkurs geführt, der als hybride Mischung aus selbstbestimmtem Lernen und virtuellem Austausch durchgeführt wird. Wer solche Besuche also zielgerichtet nutzt, kann große Fortschritte dabei erzielen, unsere OpenEU-Allianz voranzubringen.“

Kommunikation als Brücke zur Gesellschaft

Der Besuch in Hagen diente Fernandez auch dazu, neue Ideen für die Weiterentwicklung journalistischer Wissenschaftskommunikation zu sammeln. Künftig sollen seine Produktionen stärker erzählerisch aufgebaut sein. „Nur Frage und Antwort mit einem Experten ist nicht besonders interessant. Wir möchten stärker dokumentarisch arbeiten und uns mehr auf Inhalte und Storytelling konzentrieren“, so Fernandez.

Dabei spielt auch die Zusammenarbeit verschiedener Kommunikationsbereiche eine wichtige Rolle. An seiner Universität arbeiten Radio, Video, Presse und Marketing eng zusammen, um Inhalte crossmedial zu verbreiten. Dieses Zusammenspiel interessierte ihn auch an der FernUniversität in Hagen.

Die Eindrücke aus Hagen möchte Fernandez in seine Arbeit einfließen lassen. Besonders der Austausch zwischen Kommunikationsbereichen sowie die Verbindung von Lehre, Medienproduktion und strategischer Kommunikation haben ihn beeindruckt.

„Es gibt nicht nur einen Weg, Kommunikation zu machen“, resümiert er. „Jede Universität hat ihre eigenen Lösungen – und genau deshalb ist dieser Austausch so wertvoll.“

28. April 2026 | von Anja Wetter | Rubrik: Leute

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