Gemeinsam den „Campus der Zukunft“ gestalten
Foto: FernUniversität
Wie können die Campusstandorte ihre Rolle als regionale Anlaufstellen für Studierende künftig noch wirksamer wahrnehmen? Welche Erwartungen stellen Studierende, Kommunen und Gesellschaft an eine moderne Hochschule vor Ort? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Leitungen der Campusstandorte bei einer zweitägigen Dienstbesprechung am Campus Leipzig. Das Treffen knüpfte unmittelbar an die Zentrale Dienstbesprechung an und verstand sich als aktiver Beitrag zur Weiterentwicklung des Campusnetzwerks – jener regionalen Schnittstellen, die die größte staatliche Fernuniversität Deutschlands mit ihren Studierenden, Partnerinstitutionen und Kommunen vor Ort verbinden.
Fokus auf Studium und Lehre
Im Mittelpunkt stand das Thema „Campus der Zukunft“. Leitlinie der Diskussion war dabei der vom Rektorat formulierte klare Fokus der Campusstandorte auf Studium und Lehre: Die Standorte sollen Studierende auf ihrem Studienweg bestmöglich unterstützen – durch Beratung, Begleitung und Angebote, die das Fernstudium vor Ort erlebbar machen. In mehreren Arbeitsphasen entwickelten die Teilnehmenden Szenarien, wie die Standorte diese Aufgabe künftig noch wirksamer erfüllen und zugleich als Orte der Begegnung und Vernetzung in den Regionen wirken können. Die Ergebnisse wurden gemeinsam reflektiert und zu ersten Handlungsansätzen verdichtet.
Anbindung an Fakultäten als Gelingensfaktor
Als zentraler Gelingensfaktor für die Weiterentwicklung wurde eine starke Anbindung an die Fakultäten der FernUniversität identifiziert. Intensiv diskutierten die Teilnehmenden, wie die Zusammenarbeit zwischen Campusstandorten und Fakultäten weiter ausgebaut werden kann – etwa um Lehrangebote, studienberatung und fachliche Präsenz in den Regionen noch enger zu verzahnen und Studierenden so einen unmittelbaren Zugang zu ihrer Fakultät zu eröffnen.
Zur Wirksamkeit von Hochschulen
Wissenschaftliche Impulse setzte Tabea Krauter vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe mit aktuellen Forschungsergebnissen zur gesellschaftlichen Wirksamkeit von Hochschulen. Deutlich wurde: Hochschulen sind heute weit mehr als Bildungsanbieter – sie wirken als Innovationsmotoren, Begegnungsorte und Akteure regionaler Entwicklung.
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Wie sich Hochschulstrategie und kommunale Interessen erfolgreich verbinden lassen, zeigte der Blick auf den Tagungsort selbst: Vertreterinnen und Vertreter des Referats Wissenspolitik der Stadt Leipzig stellten die Wissenschaftsregion Leipzig vor und berichteten über Chancen und Herausforderungen der Campusentwicklung aus kommunaler Perspektive. Eine Führung durch das Neue Rathaus rundete den Austausch ab und machte die enge Verbindung von Stadt und Wissenschaft auch räumlich erlebbar. Erfolgreiche Hochschulstandorte, so das Fazit, entstehen dort, wo Hochschulen und Städte gemeinsam an langfristigen Entwicklungszielen arbeiten.
Reflexion aktueller Struktur- und Organisationsveränderungen
Raum bot die Klausur zudem für die Reflexion aktueller Struktur- und Organisationsveränderungen innerhalb der FernUniversität – mit Fokus auf transparenten Verantwortlichkeiten, abgestimmten Prozessen und einer gestärkten Zusammenarbeit der Standorte. Am Ende standen konkrete Vereinbarungen und ein abgestimmter Zeitplan für die nächsten Schritte. Die Ergebnisse fließen nun in die strategischen Entwicklungsprozesse der FernUniversität ein und begleiten die weitere Gestaltung des bundesweiten Campusnetzwerks.