Bürgerbeteiligung als Chance für die Praxis

Citizen Science Workshop Titel Foto: FernUniversität
Dr. Anna Soßdorf, Citizen-Science-Expertin, begleitete die Teilnehmenden bei der Workshoparbeit.

Wie kann Forschung von einer stärkeren Beteiligung der Gesellschaft profitieren? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Workshop „Citizen Science in der Praxis“, zu dem das Transferbüro und der Graduiertenservice der FernUniversität in Hagen eingeladen hatten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen nutzten die Veranstaltung, um sich über Grundlagen, Methoden und Anwendungsfelder partizipativer Forschung zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Citizen Science dazu beitragen kann, wissenschaftliche Erkenntnisse gemeinsam mit Bürger:innen zu entwickeln und gesellschaftliche Perspektiven stärker in Forschungsprozesse einzubeziehen. Prof. Dr. Osman Isfen, Prorektor für Weiterbildung, wissenschaftliche Karrieren und gesellschaftliche Verantwortung, eröffnete die Veranstaltung. Dabei betonte Isfen, dass Wissenschaftskommunikation keine Einbahnstraße sei, sondern als Dialog verstanden werden müsse.

Praxisnahe Einblicke und konkrete Methoden

Dr. Anna Soßdorf von der Plattform „mit:forschen!“ führte zunächst in die Grundlagen der Citizen Science ein. Sie stellte unterschiedliche Beteiligigungsformen vor und zeigte anhand von Beispielen aus verschiedenen Disziplinen auf, wie Bürger:innen an wissenschaftlichen Projekten mitwirken können – von der Datenerhebung über die Entwicklung von Forschungsfragen bis hin zur gemeinsamen Auswertung von Ergebnissen.

In den anschließenden Workshops vertieften die Teilnehmenden unterschiedliche Aspekte der Citizen Science. Im Fokus standen unter anderem die zielgruppengerechte Kommunikation sowie wissenschaftliche Methoden. Darüber hinaus wurden Strategien vorgestellt, wie Forschungsprojekte entwickelt, geeignete Partnerinnen und Partner gewonnen und Finanzierungsmöglichkeiten erschlossen werden können.

Austausch und Vernetzung

Neben fachlichen Impulsen bot die Veranstaltung Gelegenheit zum interdisziplinären Austausch. Die Teilnehmenden diskutierten Herausforderungen und Potenziale partizipativer Forschung und entwickelten erste Ideen für mögliche Anwendungsfelder in ihren eigenen Projekten.

Den Abschluss bildete eine Vernetzungsrunde mit Vertreter:innen aus Bildung, Kultur, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Sie bot Raum, neue Kontakte zu knüpfen und mögliche Kooperationen auszuloten. Damit unterstrich die Veranstaltung das Ziel, Wissenschaft und Gesellschaft enger miteinander zu verbinden und Citizen Science als Baustein für zukunftsorientierte Forschung an der FernUniversität weiter zu stärken.

09. Juli 2026 | von Sarah Müller | Rubrik: Forschung und Lehre

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