Dienstjubiläum für Dr. Jürgen Deeg
Foto: FernUniversität
25 Jahre FernUniversität in Hagen feierte Dr. Jürgen Deeg am 1. Oktober 2023. Ein Jubiläum, das er sich mit dem Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Personalführung und Organisation, dem er von Anfang an angehört, teilt. „Das ist schon eine Seltenheit“, erinnert er sich an den Startschuss 1998, „dass man einen neugegründeten Lehrstuhl wachsen und gedeihen sieht und diesen Prozess auch noch von Beginn an aktiv begleiten darf.“ Noch zwei Monate länger als die FernUni kennt Jürgen Deeg den öffentlichen Dienst, in den er ursprünglich an der Uni Konstanz eingetreten ist. Dort hat er auch seinen jetzigen Chef, Prof. Dr. Jürgen Weibler, kennengelernt, dem er mit dessen Ruf nach Hagen gefolgt ist. „Diese Zusammenarbeit schätze ich sehr, vor allem den konstruktiven Austausch.“ Natürlich gebe es auch mal Meinungsverschiedenheiten. „Aber das gehört doch gerade in der Wissenschaft dazu, unterschiedliche Standpunkte zu vertreten. Man arbeitet sicher nicht so lange zusammen, wenn man sich nicht gut verstehen würde.“
Auszeichnung für „Zukunftsweisende Führung“
Die ersten Jahre am Lehrstuhl verbringt Jürgen Deeg vor allem damit, Studienbriefe zu schreiben. „Das Konzept FernUni mit ihrer Fernlehre und einem Campus ohne Studierende war mir bis dahin vollkommen unbekannt“, sagt er. Bis heute mache ihm das Gestalten von Lehrmaterialien viel Spaß, binde aber auch mehr Zeit als ursprünglich gedacht. „Schon allein die Dynamik innerhalb der von uns angebotenen Fächer macht es erforderlich, dass die Texte immer auf dem neuesten Stand gehalten werden, aber ich fühle mich auch den Studierenden gegenüber verpflichtet, in jedem seminar mein Bestes zu geben.“ Besonders freut sich Dr. Jürgen Deeg daher darüber, dass dieser Einsatz im Jahr 2020 mit zwei Lehrpreisen gewürdigt wurde, mit denen das von ihm mitgestaltete und mitbetreute Mastermodul „Zukunftsweisende Führung“ ausgezeichnet worden ist.
„Ich fühle mich den Studierenden gegenüber verpflichtet, in jedem seminar mein Bestes zu geben.“
Dr. Jürgen Deeg
Ein weiteres Beispiel für die Kontinuität in seinem Arbeitsleben ist das von Prof. Weibler verfasste Lehrbuch „Personalführung“, das 2023 in vierter Auflage erschienen ist. „Wenn man die vier Auflagen nebeneinanderstellt, an denen ich fallweise von sehr intensiv bis indirekt beteiligt war, dann wird nicht nur die Evolution der Cover-Optik sichtbar. Mir wird auch vor Augen geführt, was sich seitdem alles verändert hat.“ Arbeiten, wie die Korrektur der Druckfahnen, die der studierte Verwaltungswissenschaftler vor 25 Jahren noch analog erledigt hat, sind inzwischen vollkommen digitalisiert. „In der Lehre geht das von der Korrektur von Klausuren bis zur mündlichen Video-Prüfung“, sagt Deeg, der immer lieber nach vorn als zurück schaut. „Ich bedaure jedenfalls nicht, dass unser Fax-Gerät nicht mehr existiert.“
„Ich schaue auf das Jetzt“
Der nächsten Phase seines Arbeitslebens schaut er eher gelassen entgegen. „Vor Corona habe ich jährlich mindestens eine Fach-Konferenz in Europa besucht – von Norwegen bis Griechenland und von Finnland bis Portugal. Beruflich reisen möchte ich in Zukunft nicht mehr ganz so intensiv.“ Obwohl er den Austausch mit anderen Menschen in anderen Ländern immer sehr geschätzt habe. Die Entscheidung sei einerseits seinem gewachsenen Umweltbewusstsein geschuldet, aber er stellt auch klar: „Konferenzen sind kein Erholungsurlaub!“
Der Gedanke, dass der Großteil seines Berufslebens jetzt hinter ihm liegt, macht ihn weder wehmütig noch euphorisch. „Die 25 Jahre im Rücken kann man natürlich nicht ausblenden, aber ich schaue auf das Jetzt und nicht auf das, was vielleicht in zehn oder 15 Jahren noch kommt.“ Der Wandel wird jedenfalls bleiben, da ist er sich sicher.
Kommentare (1)
Alles Gute für die nächsten Jahre - positiv bleiben ;-)