Aktuelles

seminare des Lehrstuhls

[20.07.2026]

Der Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Verwaltungsrecht, und Rechtsdidaktik bietet vom 31. August bis zum 4. September 2026 am Campus Berlin der FernUniversität in Hagen eine Summer School zum Mobilitätsrecht an.

Diese fünftägige Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Masterstudierende und Doktorandinnen und Doktoranden.

Das Programm finden Sie hier (PDF 1 MB).


Neuerscheinungen

Cover Grundlagen des VerfassungsrechtsVerlga Mohr Siebeck

[20.07.2026]

Demokratie steht vor einem Organi­sations­problem: Wie lässt sich kollektive Handlungs­fähigkeit herstellen, damit verbind­liche Ent­schei­dungen für das Gemeinwesen getroffen und umgesetzt werden können? Verfassungen müssen darauf eine organisatorische Antwort geben – sie richten Parla­mente, Regierungen, Verwaltungen und Gerichte ein und rahmen zugleich die gesell­schaftliche Selbst­organi­sation, etwa durch Parteien, Unternehmen oder Religions­gemein­schaften. Um diese Organisations­dimension der Verfassung besser zu verstehen, verbindet mein gerade erschienener Beitrag die rechtliche Perspektive mit Erkenntnissen der Institutionen- und Organi­sations­forschung. Deren Analyse­werk­zeuge – von Zwecken und Leitideen über Formalität und Informalität bis zu Macht und Insti­tu­tio­nen­wandel – werden auf das Orga­ni­sa­tions­ver­fas­sungs­recht und die Grundrechte bezogen. So entstehen Bausteine eines Forschungs­programms einer orga­nisa­tions­theo­re­tisch informierten Ver­fas­sungs­rechts­wissen­schaft, das dogmatische Grundannahmen kritisch reflektiert und neue Fragen an das Verhältnis von Recht und Organisation stellt. Der Beitrag Teil des dreibändigen Werks „Grundlagen des Verfassungsrechts“ (herausgegeben von Julian Krüper, Mehrdad Payandeh und Heiko Sauer), dessen erster Band gerade im Verlag Mohr Siebeck erschienen ist.


BuchcoverMohr Siebek Verlag

[22.01.2026]

Die ersten Tage des Jahres 2026 haben die veränderte geo­poli­tische Lage bereits sehr deutlich gemacht. Teils war von einem "Epochen­umbruch" die Rede. Die politisch-admini­stra­tiven Reaktionen auf diese Entwick­lungen rücken auch Fragen an die Rechts­wissen­schaft neu oder wieder in den Vordergrund. Das gilt auch für die militärische Auslands­aufklärung durch die deutschen Nach­richten­dienste. Ein gerade bei Mohr Siebeck erschienener Band enthält einen Beitrag von mir zu den verfassungs- und verwal­tungs­recht­lichen Heraus­forderungen im arbeitsteilig-kooperativen Verhältnis von BND, Militärischem Abschirm­dienst und dem Militärischen Nach­richten­wesen der Bundeswehr. Der Aufsatz geht auf einen Vortrag beim 5. Symposium zum Recht der Nach­richten­dienste zurück, das das Bundes­kanzler­amt und das Bundes­ministerium des Innern veranstaltet haben.

 

[31.10.2025]

Foto: Mohr Siebeck

Digitalisierung und ökologische Nachhaltigkeit stehen in einem Spannungs­verhältnis zueinander: Einerseits werden große Hoffnungen in das Potential digitaler Technologien gesetzt, ökologische Trans­formations­prozesse zu be­schleu­nigen und effektiver zu gestalten. Andererseits stellen diese Technologien mit ihrem Energie- und Ressourcen­verbrauch selbst eine drängende ökologische Heraus­forderung dar - jede KI-Anfrage hat einen ökologischen Preis. Eine »digital-ökologische Transformation« verspricht Abhilfe, indem sie die Digitalisierung auf Nach­haltigkeit ausrichtet und für die ökologische Transformation nutzt. Dahinter steht eine grundsätzliche Frage:
Wie lassen sich Transformationen wie Digitalisierung oder der Übergang zur Klima­neutralität als system­über­greifende, disruptive Wandlungs­prozesse überhaupt rechtlich ge­stal­ten? Welche Governance-Strukturen sind erfolg­ver­spre­chend? Diesen Fragen widmet sich von Michael v. Landenberg-Roberg und Arne Pilniok heraus­gegebene Band zum "Recht der digital-ökologischen Transformation“. Er ist gerade bei Mohr Siebeck erschienen und im Open Access zugänglich unter
https://www.mohrsiebeck.com/buch/das-recht-der-digital-oekologischen-transformation-9783161647451/

05.08.2026