Neues Chief Information Office (CI-O): Digitalisierung gemeinsam gestalten
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Die FernUniversität entwickelt ihre IT-Governance weiter: Die Aufgaben des bisherigen Chief Information Officer (CIO) werden künftig durch das neu eingerichtete Chief Information Office (CI-Office, kurz: CI-O) wahrgenommen. Damit wird eine zentrale gesetzliche Funktion nicht mehr von einer Einzelperson, sondern von einem interdisziplinär besetzten Gremium ausgeübt.
Mit diesem Schritt stärkt die Hochschule die strategische Steuerung von Digitalisierung und Informationstechnologie. Ziel ist es, Entscheidungen auf eine breitere fachliche Basis zu stellen und gleichzeitig die enge Verzahnung von IT, Verwaltung, Lehre, Forschung und Servicebereichen sicherzustellen. Die Einrichtung des CI-Office wurde durch das Rektorat beschlossen und entspricht den Möglichkeiten des Hochschulgesetzes NRW.
„Die wachsende Komplexität von IT-Entscheidungen erfordert unterschiedliche Perspektiven, kurze Wege und eine enge Abstimmung zwischen den beteiligten Akteur:innen“, betont Rektor Prof. Stefan Stürmer. Mit dem neuen CI-Office werden technische, fachliche, organisatorische und rechtliche Kompetenzen an einem Tisch zusammengebracht.
Weniger Schnittstellen, mehr Umsetzungskraft
Mit der Einrichtung des CI-Office soll die Zahl an Schnittstellen in den bisherigen Strukturen reduziert werden, insbesondere in Richtung des Zentrums für Digitalisierung und IT (ZDI). Deshalb wurde die Zusammensetzung des Gremiums gegenüber dem bisherigen CIO-Board gezielt erweitert: Die Leitung des ZDI ist nun Mitglied des CI-Office und übernimmt zugleich dessen Vorsitz.
Michael Hanses, kommissarischer Leiter des ZDI und Vorsitzender des CI-Office, sieht die Aufgabe des Gremiums vor allem darin, IT als gemeinsame Aufgabe der gesamten Hochschule zu verstehen: „IT ist an der FernUniversität längst nicht mehr die Sache einer einzelnen Einrichtung. Das ZDI als zentrale IT, die Fakultäten, die Verwaltung und die Servicebereiche tragen alle dazu bei. Wir möchten einen kulturellen Wandel anstoßen – weg vom reinen Betrieb, hin zu einer IT, die die digitale Transformation der Hochschule aktiv ermöglicht und deren Beitrag dabei sichtbar wird.“
Verbindliche Entscheidungsbefugnis
Anders als das bisherige CIO-Board, das vor allem beratend unterstützt hat, hat das Chief Information Office nun selbst Entscheidungsbefugnis. Es steuert den Einsatz der IT an der FernUniversität und kann im Rahmen der Beschlüsse des Rektorats verbindliche Entscheidungen treffen. Die Verantwortung für einzelne Projekte bleibt bei den jeweils zuständigen Bereichen. Das CI-Office entscheidet vor allem dort, wo es um übergreifende Fragen geht oder Projekte im Gesamtportfolio miteinander abgestimmt werden müssen.
Zu den Aufgaben gehören im Einzelnen:
- Empfehlungen zur IT-Strategie, zum IT-Projektportfolio und zu IT-Ressourcen
- Konkretisierung der Umsetzungsplanung einschließlich der IT-Zielarchitektur
- Monitoring der Umsetzung der IT-Strategie
- Koordination zentraler und dezentraler IT-Aktivitäten
- Steuerung des IT-Projektportfolios
- Information und Beratung zu Chancen und Risiken der IT
- Sicherstellung von IT-Betrieb und IT-Infrastruktur
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Im Chief Information Office arbeiten Vertreterinnen und Vertreter zentraler Hochschulbereiche:
- Prof. Claudia de Witt, Prorektorin für Lehre, Studium und ki in Bildungsprozessen
- Barbara Bröker, Ständige Vertretung des Kanzlers
- Dr. Annabell Bils, Geschäftsführung ZLI (Zentrum für Lernen und Innovation)
- Michael Hanses, Leitung ZDI und Vorsitzender des CI-Office
- Oliver Hinte, Behördlicher Datenschutzbeauftragter (BDSB) - beratend
- Jonas Kappelhoff, Leitung Dezernat 2, Studierendenservice
- Ira Knapke, Leitung Dezernat 1 Hochschulentwicklung
- Markus Müller, Justiziar Dezernat 3
- Prof. Dr. André Schulz, Fakultät für Mathematik und Informatik
- Prof. Dr. Marcus Specht, Wissenschaftlicher Direktor der zentralen wissenschaftlichen Einrichtung CATALPA
- Prof. Dr. Eric Steinhauer, Direktor Universitätsbibliothek
- Prof. Dr. Oliver Weissmann, Chief Information Security Officer (CISO) - beratend