Campusmanagement: Projektstart mit der HIS

Foto: Khanchit Khirisutchalual/iStock/GettyImages
Insgesamt soll es etwa viereinhalb Jahre dauern, bis HISinOne eingeführt ist.

Das Projekt Campusmanagement nimmt wieder Fahrt auf: Nachdem der Vertrag mit dem bisherigen Dienstleister gekündigt wurde, ist jetzt klar, wie es weitergehen wird: Die HIS eG wird die neue Partnerin, mit der das Projekt in den kommenden Jahren umgesetzt wird. Der Projektplan ist bereits verabschiedet und im November wird es eine Kick-Off-Veranstaltung mit allen Projektbeteiligten geben.

Im April hatte die kommissarische Kanzlerin Barbara Bröker dem Senat bereits berichtet, dass der Vertrag mit dem Dienstleister Simovative GmbH gekündigt und dass das Projekt strategisch neu ausgerichtet wird. Mit der HIS eG ist nun ein Softwareanbieter als neuer Partner gefunden worden, der in vielerlei Hinsicht ein alter Bekannter ist. Zum einen läuft die Altsystemlandschaft an der FernUniversität bereits mit HIS (HIS-GX), zum anderen arbeiten über 200 öffentliche Hochschulen in Deutschland mit dem System HISinOne.

Entscheidung für bewährte Standardsoftware

Dieses soll zukünftig auch an der FernUniversität zum Einsatz kommen. „Hatten wir uns bei der Marktsichtung 2020 noch gegen HISinOne entschieden, hat sich die Software mittlerweile so weiterentwickelt, dass wir unsere Anforderungen abdecken können“, erläutert Projektleiter Nick Colin Schaberg.

HISinOne ist ein bewährtes webbasiertes Hochschul-Management-System. Es bietet von Haus aus bereits eine Vielzahl wichtiger Prozesse und Schnittstelle. Dazu zählen unter anderem die Anbindung an die Bund-ID, das Dokumentenmanagementsystem d.3 sowie die Lehr- und Lernplattform Moodle. Zudem orientiert sich die Software fortwährend an aktuellen gesetzlichen Vorgaben und neuen Anforderungen.

Durch die Wahl von HISinOne muss keine neue Software entwickelt werden, wie es der bisherige Campusmanagement-Ansatz noch vorgesehen hatte. Die Prozesse der FernUniversität werden an die Standardsoftware und die Software auch gleichzeitig an die Bedarfe der Hochschule angepasst. „Damit folgen wir den Empfehlungen aus einer internen und externen Evaluation“, nennt Barbara Bröker einen Grund für die Wahl einer bewährten Standardsoftware. Diese Evaluation hatte auch ergeben, dass die FernUniversität bei einem Projekt solcher Größe weitere Unterstützung braucht. In den kommenden zwei Jahren wird daher die Agentur „Human Digitals“ die Projektleitung und das Projektmanagement unterstützen und gleichzeitig die Inhouse-Expertise für die Zukunft steigern.

Insgesamt soll es etwa viereinhalb Jahre dauern, bis HISinOne eingeführt ist. „Wir werden modular vorgehen und ein Modul nach dem anderen abarbeiten“, erklärt Nick Colin Schaberg. Den Auftakt bei der Systemeinführung wird das Modul „bewerbung und Studienplatzvergabe“ machen. Nach der Produktivsetzung begleitet die HIS jedes neue Modul noch für einen Zeitraum von sechs Monaten. In dieser Phase steht sie der FernUniversität eng zur Seite, beantwortet Fragen und unterstützt beim Betrieb. Erst danach wird das Modul in den regulären Support überführt.

Kontakt zum Projektteam bei Rückfragen und Anregungen: campus-management

13. Oktober 2025 | von Carina Grewe | Rubrik: Campus

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